Verein
zur Erhaltung der
historischen Orgel
und
zur Förderung
der Kirchenmusik
in Probsteierhagen

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Vereinsziele

Am 19. Mai 1994 haben sich acht Personen aus Probsteierhagen und Passade, die der evangelischen Kirchengemeinde angehören, zusam­men­ge­funden um den o.g. Verein ins Leben zu rufen. Der Verein wurde mit dem Ziel gegründet, den Erhalt und die regelmäßige Pflege und War­tung der wertvollen historischen Orgel von 1670 zu gewährleisten. Sie stellt ein einzigartiges Kleinod und Kulturdenkmal in unserer Region dar. Außer­dem sollen kirchenmusikalische Aktivitäten in der Gemeinde Probs­tei­er­ha­gen gefördert werden. Dazu zählen:

1. die ideelle und materielle Unterstützung der Konzertreihe
2. die Anschaffung von Instrumenten und Notenmaterial
3. Veröffentlichungen (z.B. CD-Einspielungen an der Orgel)

Gelder werden durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Veranstaltungen des Vereins sowie den Verkauf der CDs und des »Orgelweins« auf­ge­bracht.

Der Verein hat ca. 40 Mitglieder, der Vorstand besteht (Stand Januar 2003) aus:
1. Erster Vorsitzender: Roman Reichel
2. Stellvertretender Vorsitzender: Carl.-E. Clauberg
3. Schriftwart: Reinhard Bunzel
4. Kassenwartin: Cornelia Gollasch


Mitgliedschaft und Förderung

Sie können unsere Arbeit und Ziele unterstützen durch
- aktive Mitgliedschaft
- passive Mitgliedschaft
- Spenden
- den Kauf unserer Produkte
- den Besuch unserer Konzerte und Veranstaltungen
- die so unverzichtbare »Mundpropaganda«

Eine Vollversammlung aller Mitglieder erfolgt lediglich einmal im Jahr, sodass der zeitliche Aufwand eher zu vernachlässigen ist, jedoch nicht die vielen guten Ideen, die dabei entwickelt werden! Als Mitglied wer­den Sie regelmäßig über die aktuelle Konzertreihe und andere Ak­ti­vi­tä­ten in­for­miert; außerdem bekommen Sie einen Vereinsausweis und kommen so bei Vorlage an der Abendkasse in den Genuss einer Er­mä­ßi­gung.

Wer Interesse an unserer Arbeit hat und sich dazu entschließen sollte, Mitglied oder Förderer zu werden, kann hier einen Vordruck herunter­laden und ausdrucken. Diesen schicken Sie bitte ausgefüllt an:

Evang. Kirchengemeinde Probsteierhagen
Verein zur Erhaltung der historischen Orgel
und zur Förderung der Kirchenmusik
Alte Dorfstr. 49
24253 Probsteierhagen

Der Mindestbeitrag beträgt laut Vereinssatzung z.Z. € 15,– pro Jahr. Der Beitrag kann vom Vereinsmitglied darüber hinaus selbst auch höher fest­gelegt werden.

Der Verein ist als gemeinnützig beim Finanzamt Kiel Nord anerkannt und stellt steuerabzugsfähige Spendenbescheinigungen aus.

Möchten Sie einen Spendenbeitrag leisten, können Sie diesen auch direkt auf eines unserer Konten überweisen.

Raiffeisenbank im Kreis Plön, BLZ 210 640 45, Kto. 49 27 95
Sparkasse im Kreis Plön, BLZ 210 515 80, Kto. 184 005 825


Projekte

Das erste und gleichzeitig größte Projekt wurde sofort angegangen: die Anschaffung einer »Truhenorgel«.

Dies ist eine in ihren Abmessungen kleine und relativ leichte Pfeifenorgel, die im Kirchenraum trans­por­ta­bel ist und daher flexibel eingesetzt wer­den kann. Sie dient
1. dem Chor als unverzichtbares Begleit­in­stru­ment in Gottesdiensten und Konzerten
2. dem gemeinsamen Musizieren mit Me­lo­die­instrumenten, die an der großen Orgel aufgrund des heute nicht mehr üblichen hohen Stimmtons von a¹ = 482 Hz nicht begleitet wer­den können
3. als Gemeindebegleitinstrument vor allem in den Gottesdiensten in der »Winterkirche«, die in der Heizperiode nach Weihnachten bis Grün­don­nerstag regelmäßig genutzt wird

Dazu verwaltete der Verein die Einnahmen aus einer Bene­fiz­kon­zert­reihe und aus Kirchführungen und führte Ende 1997 mit großem Erfolg eine Haussammlung durch, bei der DM 7535,– erzielt wurden. So konn­te der Rest der mit ca. DM 70.000 veranschlagten Truhenorgel auf­ge­bracht werden, die bei der international renommierten nieder­län­dischen Firma »Werkplaats voor clavecimbel- en orgelboow Gerrit en Henk Klop« aus Garderen hergestellt und am 16. Dezember 1999 geliefert wurde.

Hier zwei Zeitungsartikel, die über besonders großzügige Spenden berichten.

1995 brachte der Verein in Zusam­men­arbeit mit der Kirchengemeinde die erste CD-Veröffentlichung als Klang­doku­men­tation des einzigartigen In­stru­ments heraus, die sich schnell in Fachkreisen und bei unseren Kon­zert­be­su­chern einen Platz im CD-Regal erwarb. Der Reinerlös wur­de für den Ankauf der Truhenorgel verwendet.

Dazu schrieb Thomas Kahlcke (u.a. bekannt durch seine Kulturbeiträge in der Fernsehsendung »Schleswig-Holstein-Magazin«) im Kulturteil der »Kieler Nachrichten« einen Bericht, den sie hier nachlesen können.

1997 folgte dann die zweite CD, eingespielt vom »Duo Rosé«, die sich noch größerer Beliebtheit erfreut.

Gabriele Schenkel und Roman Reichel spielen auf dieser CD Musik für Cembalo und Orgel im Duett miteinander ein. Sie haben eine Zusam­men­stel­lung ungewöhnlicher Kammermusik kreiert, die auf eine höchst amü­sante musikalische Zeitreise von den Anfängen des Duospiels mit Tas­ten­in­stru­menten in der Renaissance über den Barock und Klassik bis hin zur Moderne einlädt.

2003 wurde die dritte CD-Veröffentlichung vorgestellt, die diesmal ganz vom Verein vorfinanziert wurde.

Die CD wurde eingespielt vom Ensemble »ClarinoBelcanto« (Heike Witt­lieb, Sopran; Thomas Sheibels, Trompete; Frauke Rottler-Viain, Cello; Roman Reichel, Cembalo u. Orgel). Sie enthält Arien, Kantaten, Sonaten und Konzerte des italienischen Barock. Der Reinerlös ist für den Erhalt der historischen Orgel gedacht, wofür die beteiligten Musiker dankenswerter Weise auf ein Honorar verzichteten.

Unter der Hauptrubrik »CDs und Hörproben« haben Sie die Mög­lich­keit, Auszüge aus den Einspielungen zu hören und CDs zu er­wer­ben. Im Preis für die Tonträger und für den »Orgelwein« ist auch ein Spen­den­be­trag für den Erhalt der historischen Orgel ent­halten.

Der »Orgelwein« wird bei den Sommerkonzerten angeboten. Dies ist eine alte, aus Süddeutschland stammende Tradition. Dort waren Orgel- und Weinbau oftmals miteinander verbunden, indem der betreffende Mei­ster gleichzeitig dem edlen Kunsthandwerk als auch der Herstellung feiner Reben­säfte nachging. Daraus entstand die schöne Gepflogenheit, beim Neubau eines Instruments nicht nur mit schnödem Mammon zu entlohnen, sondern die größte Orgelpfeife mit Wein aufzufüllen.

Daraus wiederum entstand der Brauch, Orgelkonzerte mit Weinpause anzu­bieten. In Probsteierhagen haben wir dies etwas abgewandelt und setzen uns nach den Sommerkonzerten gerne noch in der dann als »Bac­chus­kel­ler« umgestalteten Winterkirche bei Brot und Wein, dem übrigens urchristlichen Gebräu, zusammen.

Einige ausgesuchten Flaschenweine bieten wir zum Kauf an. Der Rein­erlös ist für den Erhalt der historischen Orgel von 1670 be­stimmt.

Als »Highlight« der Kirchenkonzerte werden regelmäßig die »In­ter­na­tio­nale Tage für Alte Musik – Schloss Hagen/St. Ka­tha­rinen« ver­an­stal­tet, die neben der Kirchengemeinde und der Gemeinde Probs­teier­hagen maßgeblich vom Förderverein mitgetragen und organisiert wer­den.

Informationen zum Musikfestival erhalten Sie auf den Seiten »Inter­na­tio­nale Tage für Alte Musik«. Bitte klicken Sie dafür auf die gleich­na­mi­ge Überschrift in der oberen rechten Ecke.


Exkursionen

Als öffentlichkeitswirksame Maßnahmen werden Kirch-und Orgel­füh­run­gen sowie orgelkundliche Tagesexkursionen angeboten. Bei diesen sehr interessanten und keineswegs wissenschaftlich-trockenen Tages­ausflügen kann jeder – auch Nichtmitglieder in unserem Verein – gerne mitmachen. Man erfährt nicht nur Wissenswertes über den jeweiligen Zielort und die dort befindlichen Instrumente, sondern bekommt diese auch von her­vor­ra­gen­den Musikern vorgeführt. Außerdem ist immer auch ein kulinarischer Höhepunkt vorgesehen. Die Besichtigung lokaler Sehenswürdigkeiten rundet das Programm oftmals ab. Für geselligen Kontakt untereinander sorgt schon alleine die gemeinsame Busfahrt.

Infos zu den aktuellen Exkursionen finden Sie unter der Hauptrubrik »Ver­an­staltungen«.


Arp-Schnitger-Orgel von 1710 in Weener

Im Folgenden seien einige der bisherigen Ausflugsziele aufgelistet:

• Wochenendfahrt nach Stralsund: Einweihung der restaurierten ba­rocken Stellwagenorgel u.v.a.m.
• Tagesfahrt nach Flensburg: Besichtigung der St. Nicolai, neue Wöhl-Orgel; Oeverse (Marcussen 1847); Esgrus (Marcussen 1907, pneu­ma­tisch!).
• Halbtagesfahrt nach Lensahn (Ostholstein). Hier wird Organist Arp die Eule-Orgel vorführen. Ein weiteres Ziel wird Laboe sein. Dort wurde im vergangenen Jahr ein hörens- und sehenswerter Neubau von Seiffert aus Kevellaer erstellt, ein Muss für Orgel-Fans!
• Wochenendtour nach Dresden. Besuch der »Jehmlich Orgelbau Dres­den GmbH« sowie mehrerer Silbermann-Orgeln. Besuch der Semper-Oper.
• Tagesexkursion nach Apenrade (Dänemark). Besichtigung der re­nom­mierten Firma Marcussen & Sø, die einen Neubau vorstellen wird. Mehr über die traditionsreiche Orgelbauwerkstatt erfahren Sie auch im Internet unter www.marcussen-son.dk.
• Besuch des »Mecklenburgischen Orgelmuseums« in Mal­chow/Mü­ritz und der berühmten historischen Orgel in Basedow.
• Besuch des »Organeums« in Weener und einiger Orgeln im angren­zen­den holländischen Groninger Land.
• Tagesfahrt zum Bremer Dom.
• Fahrt nach Kiel zur St. Nikolai-Kirche (Vorführung der großen Or­gel) und anschließend Besuch des Stadtklosters; hier findet eine Be­sich­ti­gung des Carillons (Glockenspiel) und ein Konzert auf diesem interessanten Instrument statt.
• Fahrt zum »Organeum« in Weener/Ems (Ostfriesland), Besichtigung der Orgelbauwerkstatt Harm Dieder Kirschner.
• Besichtigung der historische Orgel in Neuenkirchen (bei Malente), Schloss und Dom zu Schwerin, ev. Kirche Schönberg (Mecklenburg-Vorpommern) mit großem Abschlußkonzert.
• Besuch des NDR-Funkhauses (Welte-Orgel) und der Hauptkirche St. Nicolai Hamburg.
• Vorführung der Orgeln in Gut Panker, in der Basilika Altenkrempe und in der Kirche St. Jakobi zu Lübeck.
• Besichtigung der Orgelbauwerkstatt Bantzaf (Husum), an­schlie­ßend Vorführung der Orgeln in Ostenfeld und Boren. Besichtigung des »Ro­ten Haubarg« (Restaurant und Heimatmuseum).
• Besichtigung der Orgelbauwerkstatt Hoffmann (Hamburg), an­schlie­ßend Fahrt ins »Alte Land«, Vorführung der Orgeln in Stade (St. Cos­mae und St. Wilhadi).
• Fahrt an die Schlei – Schloss Gottorf, Brodersby, Kahleby, Mol­denit, Ulsnis.